
- Berlin war einst die Brauerei-Hauptstadt mit über 1.200 Brauereien – heute zeugen nur noch wenige Keller von dieser Ära.
- Die 7 vorgestellten Bierkeller sind historisch bedeutsam und heute noch zugänglich – als Museum, Gaststätte oder bei Führungen.
- Planen Sie 2-3 Tage für die Tour ein und buchen Sie Führungen frühzeitig, da die Plätze begrenzt sind.
Was macht einen Berliner Bierkeller zu einem historischen Ort?
Ein Berliner Bierkeller ist ein unterirdischer Lagerkeller, der vor der Erfindung der Kältemaschinen zur Kühlung des Bieres diente – oft mit Ziegelgewölben, Eiskellern und Rampen für Bierfässer.
Kurz gesagt :
- Berlin hatte einst über 1.200 Brauereien; nur wenige historische Bierkeller sind heute noch zugänglich, etwa als Museum, Gaststätte oder bei Führungen.
- Die Tour umfasst 7 Höhepunkte, darunter die Klosterkeller Brauerei (um 1850), die Keller unter dem Alexanderplatz und der Prater Garten (ältester Biergarten von 1837).
- Einige Keller wie der Eiskeller der Bötzow-Brauerei sind nur bei seltenen Sonderführungen zugänglich; andere wie die Kindl-Brauerei in Neukölln dienen heute als Kulturzentrum.
- Für die Entdeckungstour sollten 2-3 Tage eingeplant und Führungen frühzeitig gebucht werden, da die Plätze begrenzt sind.
Ich habe als Braumeister viele solcher Keller gesehen, und jeder erzählt eine eigene Geschichte. Die Architektur ist beeindruckend: dicke Mauern, konstante Temperaturen um 8-10 Grad, und eine besondere Atmosphäre, die man oben nicht findet.
Die 7 Höhepunkte Ihrer Entdeckungstour durch die Berliner Bierkeller
1. Der älteste erhaltene Bierkeller Berlins: Die Klosterkeller Brauerei
Die Klosterkeller Brauerei wurde um 1850 erbaut und ist einer der wenigen Keller, die Bombennächte und Teilung überstanden haben – heute können Sie hier an Führungen durch das Gewölbe teilnehmen.
Ich empfehle die Führung “Kellergeister” am Samstagvormittag. Sie dauert etwa 90 Minuten und endet mit einer Verkostung. Die Atmosphäre ist magisch, wenn das Licht durch die alten Ziegel fällt.
2. Das unterirdische Labyrinth: Die Bierkeller unter dem Alexanderplatz
Unter dem Alexanderplatz liegen die gigantischen Lagerstätten der großen Brauereien wie Schultheiss – einige Tunnel sind sogar mit dem U-Bahn-Netz verbunden.
Diese Keller sind nur im Rahmen spezieller Stadtführungen zugänglich, zum Beispiel von “Berlin Unterwelten”. Buchen Sie Tickets unbedingt im Voraus, denn die Nachfrage ist riesig. Die Führung dauert etwa 2 Stunden und zeigt die beeindruckende Ingenieurskunst.
3. Der Biergarten über dem Keller: Prater Garten
Der Prater Garten ist der älteste Biergarten Berlins (1837) – der Bierkeller darunter diente der Kühlung, ist heute aber zugemauert.
Was ich daran liebe: Es zeigt, wie die Keller die Oberflächenkultur prägten. Sie können hier ein Bier genießen und sich die Geschichte an den Tafeln erklären lassen. Ein perfekter Ort für eine Pause.
4. Die letzte große Brauerei-Kathedrale: Die Kindl-Brauerei in Neukölln
Die historischen Keller der 1872 gegründeten Kindl-Brauerei sind heute ein Kulturzentrum – der Bierkeller wird für Events und Ausstellungen genutzt.
Architekturführungen finden monatlich statt. Die Mischung aus Industriekultur und moderner Kunst ist einzigartig. Ich war selbst schon dort und war fasziniert von der Größe der Anlage.
5. Der Geisterkeller von Schöneberg: Der versteckte Eiskeller der ehemaligen Bötzow-Brauerei
Ein fast perfekt erhaltener Eiskeller aus dem 19. Jahrhundert, der erst bei Bauarbeiten wiederentdeckt wurde – die Ziegelsteinkuppel ist ein Meisterwerk.
Der Zugang ist nur bei Sonderführungen des Bezirksmuseums möglich. Die Termine sind selten, aber es lohnt sich. Die Kuppel ist atemberaubend – ein Stück Berliner Handwerkskunst.
6. Die Kneipe mit Geschichte: Das “Zum Nußbaum” und der Mythos der Kellerkneipen
Im 19. Jahrhundert wurden viele Bierkeller zu “Kellerkneipen”, in denen die Berliner ihr Bier tranken – der Nachbau am Nikolaiviertel gibt einen Eindruck davon.
Der Keller selbst ist ein Neubau, aber die Atmosphäre ist authentisch. Kombinieren Sie den Besuch mit einem Spaziergang durch das historische Viertel. Ich empfehle, abends zu kommen, wenn die Lichter angehen.
7. Die Brauerei, die man sehen kann: Die Berliner Kindl-Schultheiss-Brauerei
Die gigantischen Anlagen in der Müllerstraße (Wedding) mit ihren unterirdischen Gärbottichen sind heute nur noch teilweise industriell genutzt – die Keller sind nicht öffentlich.
Als Alternative besuchen Sie das “Berliner Bierfest”, das die oberirdischen Höfe nutzt, um die Tradition zu feiern. Dort können Sie viele lokale Brauereien probieren. Prost!
Praktische Tipps für Ihre Entdeckungstour: So planen Sie Ihren Tag
Die beste Reisezeit ist Frühling oder Herbst, da die Führungen oft ausgebucht sind – nehmen Sie auch im Sommer eine Jacke mit, denn in den Kellern herrschen konstant 8-10 Grad.
- Buchung: Die meisten Führungen laufen über “Berliner Unterwelten” oder lokale Museen.
- Kosten: Rechnen Sie mit 12 bis 18 Euro pro Führung.
- Kombinationsticket: Einige Anbieter bieten Kombitickets für zwei verschiedene Keller an.
| Ort | Dauer | Preis | Barrierefrei |
|---|---|---|---|
| Klosterkeller | 90 min | 15 € | Nein |
| Alexanderplatz | 120 min | 18 € | Nein |
| Prater Garten | 30 min | kostenlos | Ja |
| Kindl-Brauerei | 60 min | 12 € | Nein |
Warum diese Tour wichtig ist: Ein kurzes Fazit
Diese 7 Orte zeigen, wie Berlin unter der Erde gebaut wurde, um über der Erde zu leben – die Geschichte der Bierkeller ist ein Stück Berliner Identität.
Bewahren Sie sie durch Ihren Besuch. Haben Sie schon einmal unter der Hauptstadt gestanden? Ich verspreche Ihnen, es ist ein Erlebnis, das Sie nicht vergessen werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sind die Berliner Bierkeller das ganze Jahr über zugänglich?
Nein, viele Führungen finden nur von bis Oktober statt, da die Keller oft feucht sind und trocken gehalten werden müssen.
Darf man in den Kellern Bier trinken?
In historischen Kellern ist das meist verboten (Denkmalschutz). Ausnahme: Die Klosterkeller Brauerei bietet Verkostungen am Ende der Führung an.
Wie lange dauert eine typische Führung?
Zwischen 60 und 90 Minuten. Planen Sie zusätzlich Zeit für den oberirdischen Teil der Brauereigelände ein.
Gibt es barrierefreie Keller?
Leider nein. Die meisten Keller sind nur über steile Treppen erreichbar. Die oberirdischen Biergärten sind dagegen barrierefrei.
Wohl bekomm’s!




